Buggy Tour und mehr

Im Einkaufskomplex neben unserem Hotel Sunscape in der Playa Dorada Siedlung trafen wir Hans-Peter. Er lebte seit 23 Jahren in der Dominikanischen Republik und kannte sich deshalb sehr gut aus. Er erzählte uns, dass er eine Hühnerfarm betrieben hatte, die er aber nach einem Hurrikan aufgeben musste, dann hatte er mit einem Österreicher zusammen eine Kneipe. Dort lernte er eine Bekannte kennen, von der er den jetzigen Job als Vertreter in der Tourismusbranche erbte, als sie die Insel verließ.

Er berichtete, dass man hier nur umgerechnet 15 EUR monatlich für Strom bezahlt, der aus Biogas gewonnen wird. Die Miete für ein kleines Haus mit Garten für seine Frau und die zwei Kinder kostet knapp 200 EUR pro Monat.

Wir buchten bei ihm zunächst eine Buggytour, erhielten aber noch viele andere wertvolle Tipps, zum Beispiel zum großen Einkaufszentrum in Puerto Plata, das man sogar bequem mit dem Bus für einen Peso erreichen kann, oder zum Wechseln von Geld. Dazu reservierten wir bereits eine Tour in die Berge mit Ewald, der immer nur Deutsche auf seine Spezialtour zu abgelegenen Buchten und Bergdörfern mitnimmt.

Noch am gleichen Tag um 13.50 h sollten wir an der Rezeption abgeholt werden. Es wurde 14.15 h, aber das war für uns kein Problem, sondern der karibischen Zeit geschuldet. Wir fuhren nur ein kurzes Stück zu der Quad- und Buggybasisstation. Dort wurden die letzten Buggys gerade noch sauber gemacht. Wir wussten, dass es schlammig werden würde und hatten deshalb passende Klamotten angezogen, als Schuhe meine Tauchstiefel. Ohne Sonnenbrille ging hier nichts, dazu kauften wir jeweils noch ein Staubschutztuch für zusammen 10 US Dollar.

Nach kurzer Einweisung, hier ist die Bremse und hier das Gas, und ein wenig Warten auf die Vollzähligkeit aller Mitfahrer ging es dann hintereinander los. Wir starteten an der Position direkt hinter dem Guidefahrzeug. Nicht mal ein Führerschein wurde kontrolliert, obwohl wir zum Teil auf normalen Straßen fuhren. Immerhin blieb uns auch jeglicher Papierkram erspart, in Deutschland hätten wir zig Haftungserklärungen ausfüllen müssen.

Die zwei Guides, die uns begleiteten, sperrten die Hauptstraße vorsorglich ab, damit wir passieren konnten und hatten die Buggyschlange immer gut im Blick. Die Buggys ließen sich sehr einfach fahren. Selbst starke Unebenheiten der Wege waren kein Problem und wurden auch gut abgefedert. Wir fuhren durch etliche große Pfützen, zum Teil sogar ausgedehnte Bäche zu denen die Wege zum Teil geworden waren.

Durch eine exotische Landschaft ging es dann Richtung Strand, wo wir eine Stunde Pause machten. Normalerweise wären es wohl eher 20 Minuten gewesen, aber einer der Buggys hatte eine Reifenpanne.

Im Meer konnten wir einen Teil des Matsches wieder abwaschen. Außerdem gab es die Gelegenheit Getränke zu kaufen, 100 Pesos (2,50 EUR) für einen halben Liter Coke. Muscheln gab es auch.

Dann ging es auf etwas anderen Wegen mit etwas weniger Schlamm wieder Richtung Basis. Bevor wir aber dort wieder ankamen, nahmen wir eine Abzweigung nach links. Vorbei an typischen einheimischen Siedlungen fuhren wir zu einer Flussbadestelle. Laute lateinamerikanische Musik drang aus den Boxen, die auf einem der hier parkenden SUVs aufgestellt war. Die einheimischen Familien badeten oder saßen im Wasser. Überall bewachte die Guardia Civil das Geschehen.

Hier gab es für uns auch wieder eine ausgedehnte Pause bevor es auf die Rückfahrt ging. In der Basis erwarteten uns Whiskyflaschen mit aufgedruckten Fotos von uns. Für zwei Flaschen in unterschiedlicher Größe (ca. halber Liter und 0,3 l) hätten wir 20 US Dollar bezahlen müssen. Für Fotos und Filmaufnahmen auf einem Stick mussten wir 35 US Dollar hinlegen. Eine DVD hätte 5 EUR weniger gekostet mit dem Nachteil, dass wir sie im Urlaub nicht hätten anschauen können.

Insgesamt fanden wir die Tour großartig, weil das Buggyfahren richtig Spaß gemacht hat. Leider gab es etwas viel Leerzeiten und die Preise für Whisky und Fotos waren zu hoch im Gegensatz zum Preis für die Tour, die wir bei Hans-Peter in Höhe von 68 EUR für zwei Personen bezahlt hatten.

Nachdem wir den Film angeschaut hatten, mussten wir leider feststellen, dass er eine Katastrophe war. Wackeln während der Fahrt kann man ja noch akzeptieren, aber hier wackelte das Bild auch am Strand, der Buggy war meistens unten abgeschnitten, ebenso die Personen, der Himmel war offensichtlich interessanter und auch der Finger vor dem Objektiv. Es war nichts geschnitten, dafür kam das Ende sehr plötzlich. Also Finger weg vom Film!

 

 

 

 

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