Cavalli Restaurant

Das Cavalli Restaurant lag schräg gegenüber meinem aktuellen Hotel Tierra Viva. Da war es nur logisch, dass ich dort mal essen ging.

Heute war es soweit. Ich nahm an einem der Tische draußen Platz und war damit sogar noch in Reichweite des WLANs vom Hotel. Das Restaurant verfügte aber auch wohl über eigenes Wifi. Ich wollte gerade meine Bestellung aufgeben, da wurde ich gebeten, einen Tisch weiter Platz zu nehmen. Die Gründe habe ich aufgrund meiner doch noch recht eingeschränkten Spanisch-Kenntnisse nicht erfahren.

Dort angekommen orderte ich eine Coke Zero und einen Hamburger aus Kalbfleisch. Ich erhielt nach meinem Getränk noch eine Aufmerksamkeit des Restaurants, eine Art Paella, Reis mit Hähnchenstückchen.

Nachdem das Amuse Bouche abgeräumt war, wurde ich noch einmal gebeten, den Platz zu wechseln. Das wurde mir zu bunt. Ich verneinte. Auch als der Chef kam, erklärte ich, dass ich jetzt sitzen bleiben würde. Er erwiderte daraufhin erbost, dass ich keinen Service mehr bekäme.

Das wäre für mich noch nicht einmal schlimm gewesen, da ich in Ruhe ein wenig surfen wollte und neue Buchungsgelegenheiten für Mexiko suchte.

Dann kam aber der sympathische und mutige Kellner José zu mir und entschuldigte sich, dass sein Chef „crazy“ wäre. Irgendwie stimmte das vielleicht schon, wenn man so auf seine Gäste eingeht, aber dies direkt gegenüber dem Gast so auszusprechen – Respekt!

Kurze Zeit später erhielt ich dann auch meine Hauptspeise von José gebracht – der Service war also nicht eingestellt worden. Selbst der von mir gewünschten Pfeffer wurde mir mit einer Pfeffermühle auf das Fleisch gemahlen.

Das Essen schmeckte vorzüglich. Das saftige Kalbsfleisch war mit Käse und einer Zwiebelconfit zubereitet. Leider musste ich später in meinen Pommes ein winziges Stückchen eines nicht georderten Schalentieres bemerken. Mir wurde das so erklärt, dass es beim Frittieren passiert sein muss. Das war eine einleuchtende Erklärung.

Ich habe mich anschließend noch mit José unterhalten und ihm meine Tätigkeit als Reiseblogger erklärt („bloguero de viajes“ – dies war so ziemlich einer der ersten Ausdrücke, die ich im Spanisch auf der VHS gelernt hatte).

Ihm zu liebe will ich dem Restaurant eine zweite Chance geben und noch einmal wiederkommen. Der Ansatz, den ich auch auf anderen Tellern gesehen habe, war nämlich recht gut. Aber heute war es natürlich insgesamt ein ganz schöner Reinfall.

Und ich war wieder da!
Ich durfte mich an den gleichen Tisch setzen, an dem ich bereits saß. Dann wurde ich sogar vom Chef begrüßt. Entweder er hatte mich nicht erkannt oder er war über seinen Schatten gesprungen. Dieses Mal wurde ich von einer sympathischen Kellnerin bedient. Ich bestellte Thunfischtartar und Ceviche classico, das ich am Besten vergleichen konnte, da ich es mittlerweile schon unzählige Male in Peru gegessen hatte.

Beides kam gleichzeitig, was aber kein Problem war, da beide Gerichte kalt waren.

Besonders der Thunfischtartar mit Sesam und Avocados schmeckte sehr lecker. Die Ceviche hätte ein wenig mehr Soße vertragen können, war aber ansonsten auch lecker.
Das Beste am Abend war aber der Pisco Sour, der vorzüglich schmeckte.
Die Preise waren insgesamt aber zu hoch (der Pisco Sour kostete 30 Soles – dafür bekommt man normalerweise zwei). So musste ich insgesamt fast 30 EUR für die drei Dinge bezahlen. Das war für Lima zu teuer.

 

CAVALLI

Alcanfores 592 – Miraflores
Reservas: 01 495 5127 / 952174267 / 974670968
Fb: Cavalliperu
www.Cavalli.com.pe

tommy-online

Nach mehr als 25 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche jetzt Weltreisender und als Reiseblogger tätig.

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