C’est La Vie

Das einzige 3 Sterne Restaurant in unserer Nähe ist das Restaurant La Vie in Osnabrück. Außerdem war heute mal wieder Geburtstag. Zwei Gründe, da einmal hinzufahren. Vorher mussten wir natürlich reservieren.

Die Anfahrt erfolgte per Navigationsgerät über die Bierstraße, immer geradeaus durch die Fußgängerzone bis wir auf der rechten Seite das Lokal schon erkannten. Davor stand ein Page, der unser Auto gerne für uns parkte, nachdem wir ihm den Schlüssel ausgehändigt hatten.

Dann wurden wir auch schon mit einem Schirm abgeholt und von den sympathischen Servicekräften begrüßt. Ein runder Tisch im rechten Gastraum war für uns bereits vorbereitet. Wir waren die Gäste Nummer 8 und 9 und blieben dies an diesem Abend auch.

Wir erhielten zunächst nur die Karte mit einer Auswahl zwischen 2 üppigen Menüs. Auf Nachfrage gab man uns aber auch eine Ergänzungskarte mit einem kürzeren 5-Gänge Menü, das 128 EUR kosten sollte und mit Weinbegleitung 180 EUR pro Person. Das reichte uns völlig.

Schon vor der Bestellung erhielten wir Wasser und selbstgebackenes frisches Brot, sowie ein Amuse Bouche in Form von Ibericosuppe, getrüffelten Pastetenplätzchen und raffiniert zubereiteten Venusmuscheln.

Als erster Gang folgte eine geräucherte Makrele. Sehr schön hier vor allem die Dekoration.

Anschließend wurde eine Hummersuppe serviert, die aus meiner Sicht bereits den Höhepunkt des Essens darstellte. Erfreulicherweise war auch die Portion nicht so klein, wie sonst in einem Gourmetrestaurant üblich. Die Suppe erhielten wir sogar zum Nachgießen.

Petersfisch und Königsgarnelen mit einer weißen Kabeljausauce waren ebenfalls ein Esserlebnis.

Das Hauptgericht bestand dann aus kanadischem Bison, der nach meinem Wunsch medium-rare gebraten war. Als Beilage gab es Sonnenblumenwurzel und auf einem separaten Teller Essmorcheln. Der Jus für den Bison hätte hier noch ein wenig kräftiger sein dürfen.

Das Dessert bestand aus Erdbeeren mit Rhabarber in einer homöopathischen Portion etwas wild dekoriert mit Blüten am Rande des Tellers. Wir waren davon eher enttäuscht und hätten im Nachhinein besser den auch zur Wahl stehenden Käse nehmen sollen.

Allerdings gab es nach dem Dessert noch eine Überraschung, quasi ein zweites Dessert, was insgesamt sogar reichhaltiger und wesentlich geschmackvoller war. Es bestand aus Limetten-Kefir Maccarons, stylisch als Kaugummi aus der Kaugummimaschine gereichten fruchtig ummantelten Kugeln aus Haselnüssen und Waffel, sowie Pralinés, Maracuja und dunkle Schokolade.

Die Maccarons schmeckten phantastisch, ich bildete mir ein, einen leichten Anflug von Zitronengras geschmeckt zu haben. Dazu gab es noch einen Whisky sour aus einer Miniaturflasche.

Unsere Stimmung steigerte sich von Gang zu Gang, das lag unter anderem auch am begleitenden Wein, der hochwertig war und meinen Geschmack traf.

Auch das Ambiente war natürlich auf dem Niveau eines Sternerestaurants. Es gab sogar eine Raucherlounge, die so toll eingerichtet und dekoriert war, dass ich am Liebsten mit dem Rauchen wieder angefangen wäre.

Auch die anderen Räumlichkeiten gaben ein stilvolles Bild ab.

Als kleines Geburtstagsgeschenk erhielt ich zum Abschluss weitere Pralinés für zuhause.

Insgesamt hat uns der Abend sehr gefallen, auch der Service war aufmerksam und angemessen. Man muss aber natürlich die sehr gute Leistung auch in Relation zu den Preisen sehen. Für Normalverdiener sind die Preise leider schon zu abgehoben – C’est la vie.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.