Dieter Nuhr in Concert

 

Die Grugahalle füllte sich allmählich. Dann trat er auf die Bühne: Dieter Nuhr.  Nuhr hier, nur heute. So lautete Dieter Nuhrs Programm.

Dieter Nuhr kam alleine, er kam ohne Bühnen-Schnickschnack, ohne zusätzliche Monitore. Das unterscheidet ihn von anderen. Er ist nur er selbst. Er plauderte mit den Zuschauern, so richtig merkte man gar nicht, dass das Programm startete. Klar ist er ein wenig selbstverliebt, aber er hatte auch eine Botschaft.

Er möchte, dass wir aufhören zu nörgeln, dass wir optimistischer und zufriedener sind! Deutlich teilte er gegen AFD, Erdogan und andere aus, die kleinkariert denken, nicht weltoffen sind und meinen, früher wäre alles besser gewesen. Dazu zählte auch die Umwelthilfe, die er als das bezeichnete, was sie eigentlich war: ein Abmahnverein. Viele Dinge, die in der Mainstream-Presse völlig überhöht wurden, wie der Stickstoffdioxidgehalt in der Luft, brachte er wieder auf den Teppich. Fast schon verrückt mutet es nämlich an, dass in der Außenluft maximal 40 mcg als Grenzwert festgelegt wurden, in Innenräumen aber mehr als das 20-fache. Ein gefundenes Fressen für einen Comedian.    

Das Publikum lachte und klatschte nicht immer. Manche guckten ungläubig, weil sie von der Presse falsch informiert worden waren. Keiner konnte glauben, dass der Ausstoß von Stickstoffoxiden in den letzten 25 Jahren mehr als 50 % reduziert worden ist. Immerhin wusste das Publikum, dass Rhein und Ruhr heute wieder viel sauberer sind als früher. Das konnte jeder mit eigenen Augen sehen. Früher war es nicht besser als hier und heute. Das war so etwas wie das Fazit von Dieter Nuhr.

Auch von vielen Statistiken hielt er nichts, ebensowenig wie von den PISA-Studien. Anschaulich führte er das aus, am Beispiel seiner Tochter, die in Neuseeland zur Schule gehen wollte. Neuseeland war auf Platz 4 der PISA-Studie und Deutschland ganz weit hinten. „Die stellen dich da auf die Weide zu den Schafen“, aber tatsächlich stellte sich heraus, dass alle deutschen Schüler in Neuseeland zwei Jahrgänge höher eingestuft werden mussten. Weshalb? „Wir deutschen waren die einzigen Trottel, die die Formulare (bei der PISA-Studie) richtig ausgefüllt hatten.“

Wir sollten nicht zu sehr zur Hysterie neigen. Zum Beispiel Hysterie vor Gesundheitsgefahren, die uns oft von den Medien eingeredet werden. Hysterie vor Krankheiten oder Erregern, die auch Dieter Nuhr nur schwer aussprechen konnte. Nie zuvor lebten wir länger als heute.

 

 

Als Zugabe erzählte Dieter Nuhr noch ein paar Urologenwitze der Marke:

„Patient beim Urologen: Wo soll ich meine Unterhose ablegen? Legen Sie die doch ruhig direkt neben meine.“

Zum Teil etwas unterirdisch, aber das Ruhrpottpublikum lachte.

Nach der Vorstellung gab es natürlich noch Autogramme und Fotos.

Die Tournee geht noch weiter. Das Programm spielt er bis zum 9. Juni 2018, weiter geht es dann im September. Es waren noch Tickets zu haben, aber einige Locations auch bereits ausgebucht. Hier die aktuellen Termine.

 

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