Dragon’s Back Trail

Unsere heutige Wanderung sollte der Dragon’s Back Trail sein. Wir fuhren die blaue MTR-Linie östlich bis zur drittletzten Station. Dort ging es zum Ausgang Bus Terminus (A). Als wir aus der U-Bahn kamen, sahen wir auch schon unseren Bus mit der Nr. 9 am Bus-Terminal stehen. Wir hatten zuvor unsere MTR-Karten mit 50 HK$ für den Bus aufgeladen. So mussten wir nur unsere Karte an den Leser halten und das Geld wurde automatisch von der Karte abgebucht.

Wir setzten uns in die obere Etage des Doppeldeckerbusses. Die Fahrt ging über eine schmale Straße, in deren Kurven sich zwei Busse nicht begegnen durften. Der Aufbau streifte häufig Zweige und schien nur wenige cm vom Felsen entfernt zu sein.

An der Station To Teiwan stiegen wir aus. Dort begann der Dragon’s Back Trail. Drei Toiletten mit Solarzellen standen für das letzte Geschäft bereit. Links daneben startete direkt der Aufstieg.

 

Zunächst ging es relativ stetig nach oben. Immerhin ca. 150 Höhenmeter waren bis zur höchsten Stelle netto zu überwinden. Bereits weiter oben zweigte ein Weg rechts ab. Ausgeschildert war nur der Dragon’s Back Trail nach links. Kurz hinter dieser ersten Abzweigung zweigte knapp 50 m weiter ein noch kleinerer Pfad halb rechts ab. Diesen nahmen wir und verließen somit zunächst den offiziellen Dragon’s Back Trail. Ein wesentlicher Vorteil war, dass wir keinen anderen Wanderern mehr begegneten, und uns auch von hinten keine überholten ;-).

Mit dem Wetter hatten wir Pech. Es lag fast alles im dichten Nebel, nur langsam zog dieser davon. Weiter oben lag zunächst auch alles noch im weißen Dunst, die Sichtweite war sehr gering, aber reichte gerade noch aus, dem Weg weiter zu folgen.

Der Weg folgte dem Rücken des Hügels und war zum Teil mit kleinen bunten Schleifen kenntlich gemacht. Oben rechts sahen wir im Nebel einen fetten Pfeiler, der sich als trigonometrischer Punkt herausstellte (und außerdem medizinische Versorgung enthielt).

  

Bereits davor zweigte der Weg, den wir nehmen wollten, nach links ab, aber wir nahmen noch den kleinen Umweg zum Pfeiler in Kauf.

Wieder zurück an der Gabelung waren es nur noch 50 m zum ersten von mehreren Geocaches, die auf oder nahe unserem Trail lagen. Wir sahen bereits von Weitem einige Felsen aufragen.

  Dragon Back Trail

Dort musste das Versteck vom Rocking View Cache gewesen sein. Der Cache war allerdings mittlerweile disabled, als wir hier ankamen. Auch wir konnten den Cache nicht finden, obwohl er früher relativ einfach vom Weg aus zu sehen gewesen war.

Wir fanden lediglich ein gerahmtes Foto unterhalb eines Felsens – möglicherweise aus religiösen Motiven dort belassen.

Erstmals konnten wir hier Richtung Osten blicken. Tief unter uns befand sich ein breiter Sandstrand neben einem Dorf.

Auch Richtung Westen verzog sich zumindest der Nebel. Leider zeigte sich die Sonne nie richtig.

Als wir den Gleitschirm hier oben entdeckten, dachten wir zuerst Erich wäre schon vor uns hier gewesen.

Dragon's Back Trail

Die Thermik schien hier ausgezeichnet zu sein. Der Gleitschirm begleitete uns noch länger.

Wir erreichten schließlich den eigentlichen Dragon’s Back auf 284 m Höhe.

Dragon's Back

Es sollte hier noch ein weiterer Geoache liegen, der Dragon’s View. Das Problem war, dass ein paar Mädchen oben zelteten. Außerdem gab es so viele Wanderer, dass wir nicht ausreichend ungestört nach dem Cache suchen konnten. An der Stelle, die das GPS zeigte, war er zumindest nicht. Leider hatten wir auch den Hinweis nicht dabei. So mussten wir unverrichteter Dinge weiterziehen.

 

Wir verließen schließlich den Bergrücken und die Aussicht nach Osten, wie es für den Trail vorgesehen war. Der Weg geradeaus führte über den ca. 350 m hohen Mount Collinson weiter. Dort oben gab es einen weiteren Geocache, der allerdings zuletzt auch nicht mehr gefunden wurde. Nur ein blaues DNF für „did not find“ stand im letzten Listing. Wer genug Kondition und Zeit hat, der kann den Weg aber gut weitergehen. Wir nahmen den Hauptweg, der am westlichen Flügel des Berges Mt. Collinson entlang führte. Später kamen die Wege schließlich wieder zusammen.

Wir hatten keine Rundumsicht mehr, aber häufiger Aussichten nach Westen.

An der letzten Abzweigung wartete ein weiterer Geocache auf uns. Und dieses Mal wurden wir endlich fündig.

Nicht weit vom Schild durften wir den Message in a bottle Cache in den Händen halten. Sogar ein Trackable befand sich in dem kleinen Container.

Rechts ging es jetzt einen längeren Weg hinunter zur Big Wave Bay. Dort gab es zwei weitere Caches, darunter einen Earth Cache. Unten hätten wir dann in einen Minibus einsteigen können. Uns reichte aber die Wanderung, so dass wir links abbogen, wo der Weg zu einer Busstation der Linie Nr. 9 führte, das letzte Stück über eine steile Treppe nach unten. Unmittelbar daneben lag eine Art Gefängnisanstalt. Ein Stoppschild wies darauf hin, dass wir uns dieser nicht weiter nähern sollten.

 

tommy-online

Nach mehr als 25 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche jetzt Weltreisender und als Reiseblogger tätig.

2 Gedanken zu „Dragon’s Back Trail

  • 7. Januar 2019 um 15:08
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    Das hört sich mal wieder gut an und ihr scheint mir sehr fit
    zu sein. Die Eindrücke von Hongkong gefallen mir.
    Beim Tischtennis-Turnier gab es für mich nichts zu holen.
    Die Besetzung war in diesem Jahr um einiges besser.
    Es hat aber echt Spaß gemacht.
    Liebe Grüsse
    Siggi

    Antwort
    • 7. Januar 2019 um 16:32
      Permalink

      Na ja, wir müssen uns langsam wieder Kondition holen …
      Es kommt immer auch auf den Partner und das Losglück an.

      Antwort

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