Erlebnisse in Saigon

Wir landeten am späten Vormittag pünktlich in Saigon. Der Flug von Danang war angenehm gewesen. Wir hatten keine Probleme mit unserer Drohne im Handgepäck. Auf besonderen Wunsch hatten wir zum Teil sogar Sitze in der Notausgangsreihe erhalten mit besonders viel Beinfreiheit. Nur auf die Koffer mussten wir ein wenig länger warten.

Unser Guide Hung hatte es aber eilig vom Flughafen wegzukommen. Den ATM sollten wir später aufsuchen. Er fuhr mit uns nach Saigon mitten in den größten Verkehrsstau. Zunächst ging es zum Kriegsmuseum. Dort sahen wir uns viele Fotos und Exponate an. Der Krieg und die Gräueltaten wurden aber sehr einseitig wiedergegeben. Lediglich die Rolle Amerikas wurde beleuchtet. Die Unterstützung durch die Sowjetunion und die Gräueltaten des Vietcong wurden nicht thematisiert. Es wurde lediglich von Befreiung gesprochen, wenn Kriegsaggression gemeint war.
Aber dennoch bleibt nicht nur das Gefühl, dass in Vietnam vieles unendlich schief gegangen ist und unerklärbar bleibt.

Auf dem folgenden Foto sind Fotographen zu sehen, die im Krieg umgekommen sind:

Wir fuhren weiter und stiegen am ehemaligen Regierungsgebäude aus, um kurz Fotos davon zu machen. Es sah aus wie ein typischer 60er Jahre DDR Bau. Sogar Hammer und Sichel auf rotem Hintergrund auf Fahnen fehlten nicht.

Weitere Station war die katholische Kirche mit einer Marienstatue davor.

Das Hauptpostamt war eines der weiteren interessanten Gebäude in Saigon.

Abends schauten wir uns übrigens noch das Theater und die Oper an.

 

Nachdem wir uns bei einem Imbiss bei McDonalds gestärkt hatten, ging es weiter zum Skydeck. Es handelte sich um einen Wolkenkratzer in dem man bis ins 49./50. Stockwerk fahren konnte, um von dort Luftaufnahmen von der Skyline von Saigon zu machen. Hier einige Aufnahmen:

Saigon   Saigon

Diesen Programmpunkt mussten wir leider zusätzlich zahlen (ca. 8 EUR für Erwachsene und ca. 5 EUR für Kinder, Senioren ab 65 sowie Schwerbehinderte).

Ein lustiger Höhepunkt war die Promotion von Strongbow Cider. Wir durften gegeneinander beim Apfelzerschneiden (digital mit kinematischer Erfassung) antreten und ein Foto auf Facebook posten (habe ich anschließend wieder gelöscht). Dafür erhielten wir eine Dose Cider nach Wahl als Geschenk. Natürlich durften wir auch fleißig probieren. Insgesamt gab es 5 Sorten Cider und damit eine Menge zu trinken.

Endlich kamen wir dann zum Hotel Silverland Central, das ziemlich zentral lag. Einfacher wäre es gewesen auf direktem Wege ohne Stau zum Hotel zu fahren und von dort einen Stadtrundgang zu Fuß zu machen. Alle Attraktionen lagen quasi auf einer absolut machbaren Strecke rund um das Hotel.

Unser Hotel bot zwar eine Bar auf der 9. Etage, allerdings war dort zumindest draußen alles reserviert. So richtig wollte man uns dort nicht haben, die Musik war viel zu laut. So laut, dass wir sie leider auch um 12 Uhr nachts noch in unserem Zimmer hörten.

Unten in der Bar war der Service dürftig. Wir warteten lange auf unsere Bestellung und zum Schluss kam sie dann auch noch falsch.

Die Zimmer des Hotels waren nicht all zu groß, aber gut ausgestattet. Das Wifi war allerdings etwas schwach auf der Brust.

 

tommy-online

Nach mehr als 25 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche jetzt Weltreisender und als Reiseblogger tätig.

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