Marina Bay Sands Hotel

Das wohl eindrucksvollste und auffälligste Hotel in Singapur war das Marina Bay Sands Hotel. Drei Türme sind oben durch eine Plattform, die wie ein Schiff aussieht, miteinander verbunden.

Wir hatten ein Zimmer mit Zugang zum Club 55 gebucht. Auch unser Frühstück durften wir im Club einnehmen. Wobei man von Zimmer kaum noch sprechen konnte, es handelte sich um ein Appartement mit 79 qm Fläche, in dem wir auch Gäste hätten empfangen können.

 

Badezimmer:

Technik:

Balkon:

Der Aufpreis für den Clubzugang hat sich gelohnt, da neben einem Nachmittagstee auch abends zwischen 17.00 und 19.00 Uhr Essen und Trinken inkludiert waren. Das haben wir natürlich ausgenutzt und uns den Bauch mit Spezialitäten aus der guten Küche vollgeschlagen. Dazu bestellten wir Champagner, Bacardi und Wein. Selbst „Sparkling Water“ (mit Auswahl zwischen Perrier und Pellegrino) gab es hier.

Anschließend waren wir um 20.00 h am Event Plaza mit einer aufwendigen Laser- und Lichterschau verabredet. Hunderte saßen bereits erwartungsvoll am Ufer des Singapur-Rivers. Die Show mit riesigen Wasserfontänen dauerte ca. 15 Minuten. Dazu wurde Musik aus Lautsprechern gespielt, ich glaubte u.a. das Thema vom Fluch der Karibik zu erkennen.

Ins nahe Casino (innerhalb der riesigen zum Hotel gehörenden Shopping-Mall) wären wir mit unseren kurzen Hosen und Wolfskin-Hemd und Sandalen hereingekommen. Wir verzichteten aber, weil wir sowieso keine Reisepässe mit dabei hatten. Stattdessen zogen wir uns im Zimmer um, kleideten uns in die vorhandenen Bademäntel und darunter nur Badebekleidung.

Oben auf der Plattform des Marina Bay Sands Hotel war nämlich ein großer Infinity-Pool, aus dem man atemberaubende Aufnahmen machen konnte. Wir machten uns von unserem Zimmer im Tower 1 (16. Stock – Garten- und Meeresblick) auf den Weg.

Im 22. Stock mussten wir umsteigen, dann zum 57. Stock hoch in einem anderen Aufzug. Für den Poolbereich gab es Zugänge von allen drei Towern.


Hätten wir übrigens ein Zimmer zur Stadt ausgewählt, dann hätten wir eines in den oberen Etagen erhalten. Was gab es zu bemängeln? Bei einem der teuersten 5-Sternehotels, die ich bisher kennengelernt hatte, musste man hier höhere Maßstäbe anlegen.

Die Batterie der Waage im Bad war nahezu leer, so dass die Waage nur noch „lo“ anzeigte. Auf dem Balkon gab es kein Licht. Das WC hatte eine Spülung, bei der man aufpassen musste, dass der Knopf gerade eingedrückt war, weil sie sonst immer nachlief. Der Weg zur Clublounge war zu weit für ein „Clubzimmer“. Die Clublounge lag im Tower 2 in der 55. Etage, wir in Tower 1 in der 16. Etage. Wir mussten zunächst hinunter, den Tower wechseln, dann in die 55. Etage wieder hoch. Alles haben wir gar nicht ausprobiert, aber letztlich waren das zu viele Mängel für einen Zimmerpreis von ca. 515 EUR pro Nacht.

Klar war das Zimmer luxuriös und das Hotel insgesamt beeindruckend – vor allem die Poolarea mit dem Infinitypool. Auch das Sternerestaurant in der 57. Etage mit einem deutschen Koch und die anderen Restaurants waren qualitativ kaum zu toppen. Ganz zu schweigen von der Aussicht.

Blick von unserem Balkon in der Nacht:

Wir haben es daher auch nicht bereut, einmal so viel Geld pro Nacht für ein Hotel auszugeben. Aber ein weiteres Mal würden wir hier nicht mehr nächtigen. Dafür war es hier für unseren Geschmack auch zu überlaufen. In der Clublounge hatten sogar kleine Kinder und Babys Zugang, so dass keine richtige Atmosphäre aufkam.

 

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