Mekong – Laos

Morgens bestiegen wir auf Höhe von Chiang Khong auf Laos Seite ein Boot, das uns die nächsten zwei Tage über den Mekong nach Luang Prabang bringen sollte. Zuvor hatten wir bei Chiang Khong die Grenze nach Laos über die Freundschaftsbrücke passiert.

Bei der Einreise mussten wir je 30 Dollar für ein Visum bar bezahlen. Unsere 20 Dollar Scheine wurden aber wegen kleinster Verunreinigungen zurückgewiesen. Wenn wir nicht noch mehr Dollar gehabt hätten, hätte man uns wohl nicht nach Laos gelassen.

Dann trafen wir auf unser Boot.

Mekong Kreuzfahrt

Der Mekong hatte außerhalb der Regenzeit einen sehr niedrigen Wasserstand. Der Bootsführer musste gut navigieren, um nicht auf Felsen zu stoßen, die zum Teil sogar aus dem Wasser ragten.

Mekong

Unterwegs besuchten wir ein Dorf einheimischer Dschungelbewohner.


Das Haus oben war ein Reisspeicher, die runden Scheiben um die Pfähle hielten Ratten von einer Plünderung der Vorräte ab.

Die Bewohner waren bis vor Kurzem noch ohne Strom gewesen und früher als Nomaden unterwegs. Sie waren keine Buddhisten, sondern beteten Naturgötter an. So wurden die Toten an der Stelle vergraben, wo sie den Tod fanden. Ein Huhn wurde als Opfer dargebracht, damit die Toten einfacher in den Himmel fliegen konnten.

Wir trafen auf eine 16-jährige Frau, die gerade ihr drittes Kind auf die Welt gebracht hatte.

Die Kinder liefen in zerrissener Kleidung herum. Immerhin gab es bereits eine Schule, die durch Spenden zustande kam. An der Schule gab es auch erstmals Toiletten, wobei viele der Bewohner immer noch lieber im Dschungel ihre Notdurft verrichteten.

 

Übernachtungsstation war dann Pakbang. Wir übernachteten im DP Guesthouse.

Nicht nur der Empfang war rechtansehnlich. Es war eine Bäckerei angeschlossen und auch die Zimmer waren ordentlich. In Laos hatten wir zumindest mehr nicht erwartet. Sogar Internet empfingen wir im Zimmer.

 

Obwohl das Hotel nur einen Stern hatte, konnten wir es auch aufgrund der zentralen Lage empfehlen. Wir hatten vom Balkon sogar Ausblick auf den Mekong.

Morgens nach einem guten Frühstück, das an den Tisch gebracht wurde (man durfte unter verschiedenen Sets auswählen), starteten wir dann weiter Richtung Luang Prabang.

Erst am Nachmittag nach einer gemütlichen Fahrt den Mekong hinunter hielten wir das erste Mal an zwei Höhlen (Pak Ou).

Mekong


Hier floss der Nam Ou in den Mekong.

Ich startete meine Drohne vom Boot aus und flog unter anderem die Steilwand entlang.

Rechts im Bild kann man die erste Höhle erkennen, der Weg links führte zu einer zweiten Höhle. In den Höhlen waren etliche Buddhastatuen aufgebaut.

Anschließend stoppten wir noch einmal an einem Dorf, in dem Reisschnaps und Whisky gebraut wurden. Selbstverständlich durften wir das zum Teil seltsame Gebräu ausgiebig probieren. Nach ein paar kleinen Einkäufen war es dann nicht mehr weit bis Luang Prabang.

Shompoo Cruises hatte uns zwei schöne Tage auf dem Mekong bereitet. Vor allem war viel Platz auf dem nur mit 18 Personen besetzten Schiff, das für 40 ausgelegt war. Besonderer Dank galt unserem Guide Deng.

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