Münster Grünflächenunterhaltung Zwinger

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Zwei Mal im Jahr findet in Münster’s Promenade die sogenannte Grünflächenunterhaltung statt. Ca. alle 50 Meter präsentiert sich eine Musikgruppe. Damit diese sich nicht in die Quere kommen, haben sie abwechselnd Pause. Die Musiker kommen aus allen Musikrichtungen, es sind Laien, aber auch Vollprofis dabei.

Bei so viel Auswahl schafft man es nicht, alle Musiker zu hören. Wir entschieden uns vom Mauritztor Richtung Zwinger zu laufen. Eine kleine Auswahl der Musik und Performancekünstler:

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Cat Johnson nennt sich diese Akustik-Pop Band, die aus einer WG entstanden ist. Die selbstgeschriebenen Songs klingen gut, Hannah, die Sängerin, besitzt eine markante hohe Stimme, die aber bei den ganz hohen Tönen nicht mehr mithalten kann und zunehmend dünn wirkt. Da es die Band erst seit 2015 gibt, besteht noch Steigerungspotential.

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In der Ankündigung hieß es, dass Capoeira ein Teil der afrobrasilianischen Kultur ist, von afrikanischen Sklaven entwickelt, als Tanz getarnt, zur Verteidigung gegen die Sklavenhalter eingesetzt wurde. So verschmelzen Musik, Tanz, akrobatische Kampfkunst und Ritual miteinander. Die Performance von männlichen und weiblichen Akteuren sah gut aus, erinnerte zuweilen an chinesische Kampftechniken.

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Den Liederschorsch mit seinem Akkordeon hatten wir auch schon in den Jahren zuvor auf der Grünflächenunterhaltung gesehen. Im Vordergrund standen hier die mit spitzer Feder geschriebenen Texte, die aus der guten alten Zeit (1890 bis 1930) stammen. Was sie über Beziehungen der damaligen Zeit ausdrücken, wirkt auch heute noch lustig und frech.

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Länger blieben wir stehen bei Dingenskirchen. Einer aus der Band, Nicolas Leibel, war früher sogar Mitglied der überregional bekannten A-Capella-Band Sechszylinder. Die Mischung aus Country-Musik und Polka machte richtig gute Laune. Höhepunkt war für uns der Titel „Far far away“ von Slade. Auch der großen Publikumsresonanz merkte man an, dass hier Musikprofis am Werk waren.

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Bläser waren auch vertreten.

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Trommeln afrikanisch gab es bei Perkussiv Abgrundtief.

 

Speziell zur Grünflächenunterhaltung hatte der an der Promenade gelegene Zwinger für das Publikum kostenlos geöffnet.

Auch für uns als alt eingesessene Münsteraner waren die Einblicke in den Zwinger neu. Früher zu unterschiedlichen Zwecken genutzt, u.a. als Kerker, ist der Zwinger heute eine Kunstinstallation von Rebecca Horn mit Namen „Das gegenläufige Konzert“. Bestandteil sind über 40 installierte kleine Hämmer, die gegen die Wände ticken. Aber auch die Zisterne und die ewigen Lichter gehören mit zur Skulptur.

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Zum Abschluss gab es im Johann Conrad (Schlaun) Biergarten noch die Waldmeisterbowle und die Altbierbowle mit frischen Erdbeeren. Wegen des großen Andrangs haben wir sofort jeweils 2 Getränke bestellt.

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