Petäys Resort

Bewertungen

Das Petäys Resort buchten wir wie immer via Booking.com. Dort war es mit „Sehr gut“ (8,2) bewertet. Allerdings kam diese Bewertung der Realität noch nicht einmal nahe. Es ist mittlerweile eine Unsitte, dass die Bewertungen bei Booking.com deutlich übertrieben sind. Selbst solche Häuser wie das Petäys erhalten von manchen Bewertern noch eine 10. Obwohl selbst die zugeben müssen, dass es sich zum Beispiel um den Charme einer Jugendherberge handelt. Der Gast mit dem folgendem Kommentar vergab eine 9,6: „The room felt a bit institutional, like I was in a dorm at college. It was small by American Standards.“ Bei einem Preis von 80 EUR für das Einzelzimmer hielt ich das nicht für angemessen.

Aber erst einmal zu meiner Kritik, bei der am Ende vielleicht allenfalls eine 5 als Bewertung stand:

Zimmer

Zwei Betten ohne Ablage standen links und rechts an der Wand. Das rote Mauerwerk verstärkte den Eindruck, dass es sich hier um einen Knast oder höchstens eine Jugendherberge handeln musste.

Insgesamt wirkte das Zimmer düster. Der Fernseher stand auf einem verdreckten Deckchen, dessen Zweck sich mir nicht erschloss. Um wenigstens ein wenig Platz für mein Notebook zu haben, musste ich alles zur Seite schieben.

So empfing mich das Bad, als ich es das erste Mal öffnete:

Unser Zimmertrakt:

Verpflegung

Zunächst zum Abendessen: ich bestellte „Beach Tapas“ für 10 EUR. Der Teller war ein wenig zentriert gefüllt, aber sah vielversprechend aus, obwohl ich mich über die Grillen auf dem Teller wunderte. Mit Strand hatte ich eher etwas anderes assoziiert.

Immerhin waren dies meine ersten Grillen. Sie waren knusprig, zerbröselten auf der Zunge und schmeckten ansonsten nicht schlecht – allerdings hatten sie auch wenig Eigengeschmack. Die anderen Tapas bestanden aus Fisch – ich identifizierte so etwas wie Rollmops und Aal und war recht zufrieden.

Als kleines Gericht hatte ich dann noch panierte Hähnchenstückchen mit Pommes und Salat bestellt. Die Pommes waren fettig und schmeckten leicht ranzig. Der Salat bestand aus Gurken, Salatblättern und kleinen Tomaten – komplett ohne Dressing: Rohkost halt. Die Hähnchenstückchen gibt es selbst im Schnellimbiss ebenso gut. Das Aioli mit Limette, das zum Hähnchen gereicht wurde, schmeckte zumindest. Das andere Hauptgericht war Lachs. Auch hier war das Gemüse zu fettig, schwamm sogar noch in Fett, der Dip zur Backkartoffel war flüssig. Für mehr als 20 EUR erwartete man selbst in Finnland mehr.

Das Frühstück wurde als Buffet serviert. Bis auf Brötchen (wir waren in den anderen Hotels sogar mehrere Sorten gewohnt) war alles übliche dabei. Die Tomaten wurden sogar noch einmal nachgelegt. Das Rührei war aber sehr laff und wässrig. Das Frühstück war insgesamt also o.k. – aber keinesfalls besonders zu loben.

Gelände

Die Lage des Hotels am See war sehr schön, aber auch einsam. Gepflegt konnte man die Anlage nicht nennen. Bei dem kräftigen Wind, war Rudern leider nicht möglich.

Die Strandbar wurde allerdings gerade renoviert und war deshalb geschlossen, Plasterarbeiten waren im Gange.

Geocaching

Direkt am Hotelgelände nur wenige Meter von unserem Seiteneingang entfernt fanden wir den örtlichen Geocache. Er war getarnt, wie wir es hier in Finnland schon mehrfach gesehen hatten.

Spoiler Geocache

in einem Vogelkasten

 

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