Sepilok Nature Resort

Wir waren nach Sandakan geflogen, der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Sabah. Air Asia flog dort von Kota Kinabalu mehrmals täglich hin. Die Flugzeit betrug keine 45 Minuten. Vom Flughafen mit dem Taxi (40 Ringgit = ca. 9 EUR) waren es dann noch mal ca. 25 Minuten zu unserer Lodge im Dschungel Sepilok Nature Resort. Sie war nicht zu verwechseln mit dem Nature Resort Sepilok. Hier hießen mehrere Lodges ähnlich.

Nur unsere war die beste bei Tripadvisor und mit über 9 bei booking.com bewertet. Auch andere Reiseanbieter hatten das Resort bereits empfohlen und sie konnten nicht alle irren. Wir wurden mit einem leckeren Willkommensdrink begrüßt. Das Personal war sehr freundlich. Wir erhielten eine Villa nach Wunsch mit zwei Einzelbetten.

Leider gab es auf den Zimmern kein Internet und auch im Aufenthaltsbereich war das WLAN ausgefallen. Später funktionierte es zwar wieder – allerdings sehr langsam und immer wieder mit Unterbrechungen – kaum zu gebrauchen.

Wir hielten uns im sehr schönen Zentralbereich auf, wo es Liegestühle, aber auch gemütliche Sitzecken gab. Während wir unsere Drinks genossen, wurden wir plötzlich auf Bewegungen im nahen Blätterwerk aufmerksam gemacht. Einen Orang Utan hatte es ins Resort verschlagen. Später wurden wir noch einmal aufmerksam gemacht, was wir für sehr zuvorkommend hielten.

Die Entfernung war noch recht weit, so dass die Fotoaufnahmen schwierig waren. Aber auch wenn uns später im Orang Utan Rehabilitationszentrum noch wesentlich bessere Aufnahmen gelangen, so hatte dies etwas Besonderes.

Wir trafen außerdem ein anderes deutsches Pärchen, das aus Bremen kam, also nicht all zu weit von uns entfernt. Das Abendessen war sehr lecker. Zwar gab es auch Pizza, wie ein Kritiker auf Tripadvisor negativ anmerkte. Wir fanden aber speziell die Pizza und auch die anderen Gerichte, die wir aßen, vorzüglich und auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmte. Das waren zum Einen eine Karotten-Suppe mit Ingwer und gegrillte Lammkoteletts mit einer tollen Minzsauce. Aber auch die Lasagne mit Currysauce oder die Spagetti mit Prawns, der Zulu Sea Prawn Cocktail, der Fisch süß-sauer, die Satay-Pizza – alles war kreativ und schmackhaft.

Vor allem die asiatische Interpretation europäischer Gerichte fanden wir sehr gut und gelungen. Die Preise lagen zwischen 4 und 6 EUR und waren daher völlig angemessen.

Die Cocktails waren nicht günstig (gut 5 EUR), aber – wie hier der Drachenfrucht-Mojito – nicht schlecht.

Auch das Frühstück war hervorragend. Wir hatten es nicht inklusive und durften uns so jeden Tag eine neue Variation aussuchen. Auch von anderen Häusern kamen Gäste zum Frühstück oder Abendessen zu uns.

Die Anlage lag eingebettet im Regenwald an einem See. Viele Orchideen machten das Resort fast schon zu einem botanischen Garten. So nah an der Natur fühlten wir uns lange nicht mehr in einem Hotel.

  Sepilok Nature Resort

Unsere Villa war geräumig und mit Klimaanlage und Ventilator ausgestattet. Vor der Villa konnten wir eine Hängematte aufhängen. Im Bad gab es zwei Waschbecken und eine ebenerdige große Dusche. Nur der Klodeckel war ein wenig zu klein für das WC. Die TV-Geräte in den Holzvillen waren zum Teil noch alte Röhrenfernseher – so auch in unserer, aber wir hatten sowieso kein TV an. Leider gab es nur einen Stecker nach europäischem Standard. Hier sollte man Adapter nicht vergessen – auf Wunsch erhielten wir aber auch einen von der Rezeption.

Ich fand das Bett ein wenig zu hart und die Kopfkissen zu dick, aber das war Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt hat uns der Aufenthalt gut gefallen. Auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmte. Die Lage war einfach phantastisch. Für Orang Utans, Proboscis und Sun Bears, sowie den Rainforest benötigt man mindestens zwei volle Tage, also drei Nächte. Wir wären gerne noch eine weitere geblieben, aber alles war ausgebucht.

 

 

 

 

 

 

 

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