Wegelagerei in Costa Rica

Costa Rica war ein tolles Urlaubsland. Eine solche Vielfalt an Tieren, die man hier beobachten konnte, gab es wohl kaum woanders auf der Welt. Außerdem traumhafte Strände, sowohl am Pazifik als auch in der Karibik. Aber in Costa Rica gab es auch negative Seiten: Wegelagerei.

Zuerst haben wir das so richtig bei Fortuna zu spüren bekommen. Jede Wanderung sollte Geld kosten – auch außerhalb von Nationalparks. In Deutschland sind wir gewohnt, dass Wanderwege nichts kosten. Hier in Costa Rica sollten wir zwischen 10 und 15 US Dollar hinblättern – pro Person wohl gemerkt! Dabei waren einige sogar bereits in 1-2 Stunden komplett zu machen.

Die Spitze war die Wanderung „Mistico Hanging Bridges„, wo uns wegen ein paar Hängebrücken für die Wanderung sogar 26 US Dollar abgeknöpft wurden.

Noch dreister waren ein paar Grundstücksbesitzer aber bei Rincon: Dort wurden die Autos auf der normalen Straße abkassiert. Für die Querung eines 200 m breiten Streifens wurden eben mal 700 Colones (ca. 1,10 EUR) pro Person fällig. Wenn man von einem Eingang des Nationalparks zum anderen wollte, hatte man keine Chance dieser Wegelagerei zu entgehen, wollte man nicht mehr als 100 km Umweg in Kauf nehmen. Die einzige Gegenleistung bestand in Form von zwei Quittungen.

Auch unser Hotel nahm für ein Teilstück der Straße zum Rincon Nationalpark, das über den Grund der Hacienda führte, 700 Colones pro Person. Erfreulich nur, dass wir als Hotelgäste davon ausgenommen waren.

Aber es gab in Costa Rica auch positive Beispiele: Der Cahuita Nationalpark sei als Erstes genannt. Dort durfte man eine Spende geben (oder auch nicht). Aber auch am Cloud Bridge Nature Reserve wurden wir nicht abkassiert, sondern wir haben freiwillig Geld hinterlassen. Dabei gehörten beide Naturparks zu den besten und waren noch nicht so überlaufen.

tommy-online

Nach mehr als 25 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche jetzt Weltreisender und als Reiseblogger tätig.

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