Weiterfahrt nach Chau Doc

Morgens durften wir ausnahmsweise mal ausschlafen. Erst um 9.00 Uhr wurden wir mit dem Boot abgeholt. Dann ging es weiter mit dem Van Richtung Norden nach Chau Doc.

Caodaismus

Unterwegs besuchten wir einen Tempel des Caodaismus. Diese Religion war die Nr. 3 in Vietnam nach Buddhismus und Christentum. Mehr als 8 Mio. Gläubige gab es gemäß einigen Quellen in Vietnam. Aber bei uns dürfte sie ziemlich unbekannt sein. Sie vereinigte verschiedene Merkmale aller wichtigen Religionen und versuchte einen Ausgleich unter ihnen zu finden. Moses, Jesus, Buddha, Konfuzius und Laoze werden als Offenbarungen Gottes gesehen.

Auch Isaac Newton oder die Jungfrau von Orleans wurden u.a. als hohe Geister verehrt. Auch die Gleichberechtigung der Frau wurde bereits seit 1926 mit der Gründung des Caodaismus gelebt.

Wir besuchten einen bunten Tempel mit vielen Anlehnungen an andere Religionen.

Zwischendurch warteten wir fast eine Stunde an einer Fähre über einen Mekong-Arm. Die Brücke im Hintergrund des nächsten Fotos war noch nicht ganz fertig.

Krokodilfarm

Noch nie hatte ich so viele Krokodile auf einen Haufen gesehen. Auf den folgenden Fotos ist nur ein Bruchteil abgebildet. In den unterschiedlichen Bassins wurden sie nach Größe bzw. Alter geordnet.

Im angeschlossenen Restaurant probierte ich Krokodil Curry.

Krokodilfarm

Anschließend hatten wir uns eine Erholung in Hängematten verdient, die typischerweise in vielen Restaurants bzw. Cafés hier hingen.

Bootstour

Zum Schluss machten wir noch eine kleine Bootstour über den Mekong. Dort befanden sich verschiedene Fischzuchten. Jedes Haus, das auf dem Wasser schwamm, hatte unterhalb ein mit Gittern abgetrenntes Bassin in der Größe 20 x 10 m mal 5 m tief angebracht.

Durch ein Gitter hindurch durften wir die Fische füttern, die wild um sich schlugen, um an das Futter zu gelangen.

Anschließend besuchten wir noch ein muslimisches Dorf einer Minderheit hier. Eindrucksvoll waren die langen Holzstege, auf denen ich prompt eine Holzplanke mit meinem Gewicht in der Mitte zerbrach. Mehr war aber nicht passiert.

Mehr passierte dann abends im Dunkeln in Chau Doc. Nachdem wir alle Pizza mit Bier in einem gar nicht so schlechten Restaurant gegessen hatten, ging ich auf dem Bürgersteig voraus und wurde plötzlich und hart durch ein festgespanntes Drahtseil in Augenhöhe gestoppt. Ich hatte auf den unebenen Bürgersteig geachtet und das im Dunkeln nahezu unsichtbare Seil übersehen.

Erfreulicherweise hatte meine Nase das Seil aufgehalten bevor es die Augen erreichen konnte. Auf den nächsten Fotos werde ich wohl mit einem fetten Cut auf dem Nasenrücken zu sehen sein.

 

 

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