Jim Corbett Nationalpark
Jim Corbett Nationalpark
Hotel
Weshalb sind wir zum Jim Corbett Nationalpark gefahren? Hier gab es keine Geocaches und das Hotel lag eine Stunde von den Safaris entfernt in den Bergen. Wir wollten uns mal eine Woche erholen. Einfach nur relaxen und faulenzen ohne viele Aktivitäten.
Wir hatten bei Bonvoy das Debu’s the Fern Resort & Spa, Series by Marriott gefunden. Es war relativ günstig und weit abseits gelegen, also gebau das richtige.
Und wir wurden auch nicht enttäuscht. Viele Servicemitarbeiter kümmerten sich ganz besonders um uns Langzeitgäste.
Aufgrund der Zeiten waren wir meist die einzigen im großen Speisesaal mit Buffet. Die einheimischen Touristen scheinen andere Zeiten zu haben. Wir waren jedenfalls pünktlich um 19.30 h im Restaurant. Selbst morgens war es meist leer.
Es wurden im Hotel jede Menge Aktivitäten angeboten, vom Bogenschießen über Federball oder Tischtennis.
Wir beschränkten und auf das angebotene Birdwatching für das wir einmal um 5.30 h morgens aufstanden und eine Safari.
Ansonsten lediglich Massage und Netflix TV.
Nachfolgend ein paar Eindrücke vom Hotel:

Safari
Im Hotel buchten wir eine Safari in der für Tagesausflüge idealen Dhela-Zone des Jim Corbett National Parks. Hier sollte man die besten Chancen haben Tiger zu sehen.
Die Permits für den Park sind das teuerste am Ausflug. Wir zahlten mit Transfer zum Start der Safari in Ramnagar ca. 170 EUR zusammen.
Bis wir die Tickets hatten, dauerte es ein wenig, weil die Verständigung allgemein schlecht war. Wenn wir sagten “ja o.k.” heißt das in Indien offensichtlich “vielleicht”.
Termine werden gerne auch einfach mal umgelegt. So mussten wir um kurz vor halb zwei starten statt um zwei Uhr. Letztendlich machte das Sinn, aber wir hätten es gerne vorab erfahren.
Nach der Buchung erfuhren wir, dass wir unser Smartphone nicht als Kamera nutzen durften. Die Inder haben wohl Angst, dass die Vögel von der Strahlung geschädigt werden – selbst mit Flightmodus.
So mussten wir auf die für Nahaufnahmen nicht geeignete Gopro und auf die neue Unterwasserkamera aus Guadeloupe zurückgreifen.

Wir hatten ein wenig Pech mit dem Wetter. Pünktlich nachdem wir das Gate passierten, begann es an zu regnen. Unser alter Jeep hielt trotz Überdachung das Wasser nicht ab. Immerhin war nach ca. 45 Minuten der Regen zu Ende und wir befanden uns genau an der richtigen Stelle. Ich sah den Tiger zuerst.


Wir fuhren weiter durch den Wald, sahen ein paar Affen, große Hornbills. Dann ging es in die Savanne, wo Elefanten, Hirsche und ein Schakal von uns beobachtet wurden. Der Schakal jagte hinter einem Bock hinterher, der einen großen Satz über die Straße machte.
Dann kam er zunächst ohne Beute wieder zurück. Später sahen wir ihn erneut, dieses Mal mit einem Hasen im Maul.
Ein paar Wildschweine rundeten die erfolgreiche Safari ab.
Einen kleinen Film habe ich auf youtube dazu hochgeladen.






Später gab es wegen der Wassermassen nach dem Regen noch etwas Probleme bei Flussquerungen. Ein Fahrzeug war zur Sicherheit sogar verlassen worden.

Vögel Beobachtung
Für ca. 6 EUR konnte man Bird Watching im Hotel buchen. Wir sollten morgens um 5.30 h bereit stehen. Beim ersten Mal donnerte und blitzte es. Beim zweiten Anlauf war das Wetter optimal. Der Guide musste aber erst noch von der Rezeption benachrichtigt werden. Dann ging es los zusammen mit einem Übersetzer.
Zunächst ging es bergauf, der Guide war ausgerüstet wie ein Bergführer. Aber dann gab es ein Einsehen mit uns. Kurz vor der Waldgrenze war der höchste Punkt erreicht.
Wir lauschten vielen Vögeln mit unserer Merlin Bird Id App, die den Stimmen die jeweiligen Vögel zuordnen kann.
Aufnahmen waren nur mit Smartphone schwierig. Aber wir erwischten immerhin ein paar.









Die Pflanzen konnten wir aus der Nähe besser fotographieren.




Nach gut 1,5 Stunden waren wir wieder im Hotel und frühstückten erstmal bevor es zurück zu unserem Zimmer ging.
