Ewald’s bunte Safari

Heute holte uns Ewald mit seinem Safaritruck morgens um Punkt 9 Uhr mit deutscher Pünktlichkeit vor der Schranke unseres Hotels ab. Wir waren die ersten Gäste, zu denen sich noch 3 weitere Paare und ein Vater mit seinem Sohn hinzugesellten. Dann starteten wir Richtung Westen zum Amber Cove, wo die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Für die war es jetzt keine Saison mehr, so dass keines vor Anker lag. Normalerweise sind es in der Saison 1 bis 2 pro Tag.

Wir bogen kurz hinter der Zufahrt zum Port rechts ab. Die Piste führte über Flüsse und später am Ufer des Hafenbeckens entlang zu einem Strand mit Palmen, dem Beach Teco.

Hier wurden für uns von den Palmen frische Kokosnüsse geerntet. Zunächst durften wir das pure Kokoswasser trinken bis genug Platz für Eis und Kokosrum war. Dann wurden nämlich diese Zutaten noch hinzugefüllt und fertig war der kalte Kokoscocktail.

Auf dem Truck gab es dann noch weiteren Rum mit Sprite. Wir kannten bisher nur die Vatiante „Cuba Libre“ mit Coke, aber mit Sprite schmeckte auch nicht schlecht. So gestärkt ging es weiter südlich in die Berge zu einer Schokoladenplantage mit angeschlossener Fabrik. Nach der Besichtigung durften wir noch heiße Schokolade, Kakaonüsse und Kakaowein probieren und die dargebotenen Schokoladenprodukte kaufen.

Auf der anschließenden etwas zu langen Fahrstrecke nach Osten berichtete Ewald uns von Falco, der auf dieser Strecke 1998 tödlich verunglückte. Er zeigte uns die Stelle, wo er nach einer zu schnellen Ausfahrt von einem Parkplatz von einem Bus erfasst wurde. Heute befand sich dort eine Tankstelle und eine kleine Gedenktafel. Ewald war damals eine halbe Stunde nach dem Unglück an der Unfallstelle und somit quasi Zeuge und konnte uns aus erster Hand berichten, dass an den früheren Selbstmordgerüchten nichts dran war.

Er lud uns dann zu sich nach Hause zum Mittagessen ein, wo uns seine Frau bereits mit einem leckeren Buffet mit zum Teil typischen dominikanischen Speisen erwartete. Beim Essen erzählte er uns von seinen Auswanderererfahrungen. So durften wir live zuhören, was andere nur im Fernsehen sehen. Die Erzählungen u.a. von seinem ehemaligen „körnerfressenden Chef“ waren für uns ein Höhepunkt dieser Tour.

Sein Haus, dass er direkt an einem Fluss gebaut hatte, besaß eine integrierte Garage für seinen Truck. Gegenüber stand noch eine Halle mit zwei Bühnen, auf denen seine weiteren Autos standen.

Nebenan wartete noch eine Bauruine mit mehr als 1.000 qm Land für 30.000 EUR auf einen Käufer.

Wie hielten noch kurz an, um Bonbons zu kaufen, um diese dann in einem armen haitischen Dorf weiter in der Pampa an die Kinder bzw. Erwachsenen zu verteilen.

Nach einer kurzen Fotopause vor einer aktuell stillgelegten Zuckerfabrik und nach einem Einkauf von Rum und Zigarren tranken wir zum Abschied noch einen letzten Rum mit Coke bzw. Sprite vor dem Rathaus des Städtchens Villa Montellano.

Die Tour kostete uns pro Person 54 US Dollar oder 2.600 Pesos. Sie war vielseitig und lohnte sich, vor allem, um das Leben in der Dominikanischen Republik kennenzulernen. Ewald, der seit 25 Jahren hier lebte, war ein guter Erzähler und Reiseführer. Wir können diese Tour allen empfehlen, die ungeschönt Land und Leute kennenlernen möchten.

Die DVD von der Tour für 20 US Dollar war übrigens auch prima und beinhaltete noch eine CD mit landestypischer Musik. Gebucht hatten wir die Tour wieder bei Hans-Peter im Einkaufszentrum der Playa Dorada. Er war unter Tel. 809-404-2847 zu erreichen und war Repräsentant von Dovato Tours.

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