Boutique Hotel Schieferhof

Hotel

Das Boutique Hotel Schieferhof lernten wir zunächst durch den umfangreichen und liebevoll gestalteten Internetauftritt kennen. Über Pfingsten sollte es endlich wieder losgehen mit dem Reisen. Aufgrund Corona wollten wir aber zunächst noch im Inland bleiben. Da bot sich der Thüringer Wald an, zumal Thüringen kaum noch von Corona betroffen war. Es sollte dann auch schon etwas Gehobeneres sein. Das 4-Sterne Haus „Boutique Hotel Schieferhof“ passte in unser Schema. Vor allem lag es auch mitten im Thüringer Wald, in der kleinen Ortschaft Neuhaus am Rennsteig, manchmal haben wir auch „Rennweg“ gelesen.

  Hotel Schieferhof

Das Hotel war zum Teil sehr schön dekoriert. Häufig sah man Porzellan von Kati Zorn, vor allem die fette Annette in verschiedenen Positionen und Farben.

Der Empfang und später der Service waren sehr freundlich und insgesamt sehr gut.

Zimmer

Wir hatten das Märchenzimmer gebucht, weil wir – wie fast immer – zwei Einzelbetten wollten. Die kleineren Romantikzimmer mit einem Doppelbett sollten aber die normale Wahl eines Touristen sein. Daneben gab es aber auch Themenzimmer, u.a. unser Märchenzimmer, die wesentlich größer waren.

Es handelte sich im Märchenzimmer leider nicht um zwei Einzelbetten, sondern nur um zwei zusammengeschobene Betten, die man auch nicht so einfach auseinander schieben konnte. Immerhin waren sie ausreichend groß. Die Fenster waren zum Teil gesprungen und nur notdürftig repariert, teils blind. Drei Glühbirnen waren defekt, wurden aber nach Meldung ausgetauscht. Normalerweise schlafen wir bei offenem Fenster, was hier keine gute Idee war, weil das Zimmer zur Hauptstraße heraus lag. Nachts war da zwar nichts los, aber in den Abend- oder Morgenstunden.
Märchenhaft konnten wir deshalb leider nicht zum Zimmer sagen. Das Einzige, das an Märchen erinnerte, war ein Bild von Rotkäppchen, ein altes, sehr dekoratives Karussell und die rote mit Sternen verzierte Tapete.

Die innenliegende Toilette mit aufgesetzter Dusche war klein und sah mehr nach einer Toilette einer alten Pension aus, aber war nicht eines 4-Sterne Hotels würdig.

Sauber war das Zimmer, was vor allem in Corona-Zeiten ja auch wichtig war. Aber man konnte es leider nicht verdunkeln.

Immerhin war das WLAN brauchbar. Das kann aber auch daran gelegen haben, dass wir es nicht mit so vielen anderen Gästen teilen mussten, weil das Hotel nicht ausgebucht war.

Frühstück

Wegen Corona musste das Frühstücksbuffet ein wenig abgeändert werden. Ei und Brötchen gab es am Tisch serviert. Mit jeweils einer neuen Gabel musste man sich Aufschnitt und Käse nehmen. Die übrigen Dinge waren meist verpackt.

Wir bekamen alles Wichtige, darunter mein Rührei.

 

Abendessen

Am ersten Abend hatten wir einen Tisch reserviert. Das vorbestellte Menu kostete 32 EUR. Wir hatten die Wahl zwischen zwei Vorspeisen (Salat oder Karotten-Ingwersuppe) und zwei Hauptgerichten (Hirschgulasch oder Zander). Als Getränk bestellten wir uns eine Unkraut-Bowle mit Sekt. U.a. war darin auch Waldmeister enthalten. Sie schmeckte hervorragend.

Zunächst gab es Brötchen mit Rauchsalz, Olivenöl und Curryfrischkäsemischung. Die Suppe war sehr schön mit Sahne aufgeschäumt, viele kleine Bachkrebse waren eine hochwertige Einlage. Die Suppe schmeckte leicht mit zartem Ingwergeschmack.

Der Hirschgulasch wurde begleitet von Rotkohlhäufchen, die mit Kirschen sehr lecker zubereitet waren. Dazu gab es Klöße.


Auch der Zander mit Spargel war nicht nur eine ordentliche Portion, sondern genauso genussvoll.

Als Dessert gab es Nougattörtchen mit Vanilleeis und eingelegten Pflaumen, begleitet von einem großen Karamellblatt. Auch dies schmeckte vorzüglich, so dass wir sehr zufrieden waren.

Später aßen wir noch einmal im Hotel und wurden wieder nicht enttäuscht. So ein gutes Vitello Tonnato hatte ich lange nicht gegessen. Mit „rare“ gebratenem Thunfisch, Kapern und Kapernäpfeln war es ganz etwas Besonderes.

Das Kalbsschnitzel mit Spargel war nicht nur eine große Portion, sondern zusammen mit einer selbstgemachten Hollandaise ein zartsaftiger Traum.

Auch an den dreierlei Rostbratwürstchen – ein typisch thüringisches Gericht – war nichts auszusetzen.

Dazu tranken wir verschiedenen Wein aus dem Weingebiet Saale-Unstrut. Das Restaurant hielt eine Auswahl von Weinen verschiedener Weingüter vor, die in der Weinkarte erläutert wurden.

 

Wellness

Wir buchten eine Rückenmassage. Eine halbe Stunde kostete 42 EUR. Die Räumlichkeiten befanden sich über dem mit Aufzug erreichbaren Keller.

Der Masseur war sehr sympathisch und wusste genau, wie man einen Rücken massiert. Der von ihm angekündigte Muskelkater war außerdem gar nicht so schlimm…

tommy-online

Nach mehr als 25 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche jetzt Weltreisender und als Reiseblogger tätig.

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